Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren – was ist was und warum braucht unser Körper sie?
- phillineschneider2
- 22. Okt.
- 3 Min. Lesezeit
Wenn es um Gesundheit, Energie und Leistungsfähigkeit geht, hört man ständig Begriffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren. Doch was steckt wirklich dahinter? Und worin unterscheiden sich diese lebenswichtigen Nährstoffe eigentlich?
Hier erfährst du kompakt und verständlich, was sie tun, wo sie vorkommen und warum sie für deinen Körper unverzichtbar sind.
1. Vitamine – die Funktionshelfer unseres Stoffwechsels
Vitamine sind organische Verbindungen, die unser Körper nicht selbst herstellen kann (oder nur in sehr geringen Mengen).Sie sind an fast allen biochemischen Prozessen beteiligt – vom Energiestoffwechsel bis zur Zellteilung.
Arten von Vitaminen:
Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K): Diese werden zusammen mit Fett aufgenommen und im Körper gespeichert. 👉 Beispiel: Vitamin D unterstützt Knochen, Immunsystem und Stimmung.
Wasserlösliche Vitamine (C und B-Komplex): Diese werden nicht gespeichert – überschüssige Mengen scheidet der Körper über den Urin aus. 👉 Beispiel: Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte, Vitamin B12 ist wichtig für Nerven und Blutbildung.
Vorkommen:
Frisches Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und Fisch liefern eine breite Vitaminbasis.
⚡️ 2. Mineralstoffe und Spurenelemente – die kleinen, aber starken Helfer
Mineralstoffe und Spurenelemente gehören zu den anorganischen Nährstoffen, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie liefern zwar keine Energie, sind aber für Knochen, Muskeln, Nerven, Enzyme und Hormone absolut lebenswichtig.
Mineralstoffe – die Strukturgeber und Regulatoren
Mineralstoffe sind anorganische Nährstoffe, die für viele Körperfunktionen entscheidend sind. Im Gegensatz zu Vitaminen liefern sie keine Energie, sind aber für Struktur, Nervenleitung und Enzymaktivität unverzichtbar.
Wichtige Mineralstoffe:
Kalzium: Aufbau von Knochen und Zähnen
Magnesium: Muskel- und Nervenfunktion, Energiehaushalt
Kalium: Reguliert den Wasserhaushalt und Herzrhythmus
Natrium: Unterstützt Nervenleitung und Blutdruckregulation
Phosphor: Bestandteil von DNA und Zellmembranen
Vorkommen:
Milchprodukte, Vollkorn, Nüsse, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse.
Spurenelemente – klein, aber lebensnotwendig
Spurenelemente sind Mineralstoffe, die der Körper nur in winzigen Mengen (Spuren) benötigt – aber ohne sie kann kein Stoffwechsel richtig funktionieren.
Bedeutende Spurenelemente:
Eisen: Sauerstofftransport im Blut (Hämoglobin)
Zink: Wundheilung, Immunsystem, Hormonproduktion
Selen: Antioxidativer Zellschutz, Schilddrüsenfunktion
Jod: Bildung von Schilddrüsenhormonen
Kupfer, Chrom, Mangan: Beteiligung am Energiestoffwechsel
Vorkommen:
Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen.
💡 Fun Fact: Obwohl Spurenelemente nur in winzigen Mengen gebraucht werden, kann sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss gesundheitsschädlich sein.
4. Aminosäuren – die Bausteine des Lebens
Aminosäuren sind die Grundbausteine der Proteine (Eiweiße).Sie steuern Aufbau, Reparatur und Funktion von Zellen, Muskeln, Enzymen und Hormonen.
Arten von Aminosäuren:
Essenzielle Aminosäuren: Müssen über die Nahrung aufgenommen werden (z. B. Leucin, Lysin, Tryptophan)
Nicht-essenzielle Aminosäuren: Kann der Körper selbst bilden (z. B. Glutamin, Alanin)
Funktionen:
Muskelaufbau und -erhalt
Immunsystem und Hormonproduktion
Energieversorgung bei körperlicher Belastung
Unterstützung von Haut, Haaren und Nägeln
Vorkommen:
Hochwertige Proteinquellen wie Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte oder Soja.
🌱 Fazit: Alle vier Nährstoffgruppen wirken zusammen
Kategorie | Hauptfunktion | Wichtige Quellen |
Vitamine | Stoffwechsel & Zellschutz | Obst, Gemüse, Vollkorn |
Mineralstoffe | Struktur & Regulation | Milch, Nüsse, Gemüse |
Spurenelemente | Enzymaktivität & Hormone | Fleisch, Vollkorn, Hülsenfrüchte |
Aminosäuren | Aufbau & Energie | Eiweißreiche Lebensmittel |
Alle vier Gruppen ergänzen sich gegenseitig. Ein Mangel in nur einer davon kann den gesamten Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht bringen.
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie Aminosäuren sind keine Modebegriffe – sie sind die Grundlage für Energie, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.
Eine ausgewogene Ernährung deckt den größten Teil des Bedarfs.
In besonderen Lebenssituationen – etwa bei Stress, Sport oder erhöhter Belastung – kann eine gezielte Nahrungsergänzung sinnvoll sein.
Wichtig ist dabei immer: Qualität, richtige Dosierung und Fachberatung.




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