Ein Vitamin-D-Mangel zeigt sich oft schleichend, weil die Symptome unspezifisch sind. Trotzdem gibt es einige typische Anzeichen und Risikofaktoren, die auf einen Mangel hinweisen können.
1. Medizinisch gesichert: nur durch Bluttest
Ein sicherer Nachweis gelingt nur über den Laborwert von 25-Hydroxy-Vitamin-D (25(OH)D) im Blut.
• Optimal: ca. 30–60 ng/ml (75–150 nmol/l)
• Mangel: unter 20 ng/ml (< 50 nmol/l)
• Schwerer Mangel: unter 10 ng/ml
Ein Bluttest ist besonders sinnvoll, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören oder typische Beschwerden haben.
2. Mögliche Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels
Diese Symptome können auf einen Mangel hinweisen – sind aber nicht beweisend, weil sie auch andere Ursachen haben können:
• Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Stimmungstiefs: Vitamin D wirkt auf den Energie- und Serotoninstoffwechsel.
• Muskelschwäche, Muskelschmerzen: Vitamin D ist wichtig für Muskelkraft und Kalziumaufnahme.
• Knochenschmerzen, häufige Frakturen, Osteopenie/Osteoporose: Ein Vitamin D Mangel stört die Mineralisierung des Knochens.
• Infektanfälligkeit (z. B. häufige Erkältungen): Vitamin D unterstützt das Immunsystem.
• Haarausfall (diffus): In Studien teils mit niedrigem 25(OH)D-Spiegel assoziiert.
• Schlafprobleme oder depressive Verstimmungen im Winter: Durch geringe Sonnenexposition und damit weniger körpereigene Synthese.
3. Wer besonders gefährdet ist
• Menschen mit geringer Sonnenexposition (z. B. Büroarbeit, Pflegeeinrichtungen, tragen einer Burka oder Niqab)
• People of Color (mehr Melanin = weniger körpereigene Vitamin-D-Produktion)
• Ältere Menschen (verminderte Hautsynthese, geringere Aktivierung in Niere/Leber)
• Übergewichtige Personen (Vitamin D wird im Fettgewebe gespeichert)
• Menschen mit Leber-, Nieren- oder Darmerkrankungen (gestörte Aufnahme oder Umwandlung)
• Vegean/ vegetarisch lebende Menschen, wenn keine angereicherten Lebensmittel konsumiert werden